Leistungsfähiger & zufriedener durch schmerzfreie Bewegung -

Wie?

Saddle Fitting

Warum sind Sattelkontrollen in regelmäßigen Abständen so wichtig?

Bewegungsstörungen oder viele Rittigkeitsprobleme, ja sogar Lahmheiten sind leider oft auf unpassende Sättel zurück zu führen.
Eine Sattelkontrolle sollte daher möglichst einmal jährlich durchgeführt werden.
Denn wie wir wissen, verändert sich der Rücken des Pferdes im Laufe seines Lebens immer wieder. Im besonderen Maße gilt dies natürlich für unsere jungen Pferde, die sich noch im Aufbau befinden.
ABER genau genommen, kann es in jedem Alter zu Veränderungen des Rückens kommen.
Muskulatur wird aufgebaut …. Muskulatur baut sich ab. Zu bedenken hierbei ist, das Beides auf Grund der natürlichen Schiefe des Pferdes und / oder auf Grund von Bewegungsstörungen zusätzlich auch noch asymetrisch geschehen kann.


Demzufolge kann es passieren, dass der Sattel, welcher vor einigen Monaten noch perfekt passte, auf einmal zu eng ist.
Das Kopfeisen wird dann drücken und im Extremfall zu einer regelrechten Muskelsatrophie führen.
Zudem wird durch eine Behinderung des Schulterblattes die Beweglichkeit der Vordergliedmaße beeinträchtigt, was folglich automatisch zu einem stumpferen, gebundenen Gangbild führt.
Ein zu enger Sattel verhindert, dass die Muskulatur richtig arbeiten kann d.h. im Wechsel an – und entspannen, zudem wird das Aufwölben des Rückens verhindert, was natürlich zur Folge hat, dass das Pferd nicht mehr im Rücken schwingen kann.


Ebenso kann es aber auch passieren, dass der Sattel zu weit wird, wobei er im vorderen Bereich zu tief zum liegen kommt. Dies bedeutet, dass er bei Belastung zu viel Druck auf den Widerrist ausüben wird oder aber der Sattel fängt an zu kippeln oder zu wackeln, dies kann / wird wiederum zu Scheuerstellen führen. Aber es kann auch passieren, dass der Sattel während des Reitens beginnt zu rutschen, dies führt dazu, dass der Reiter „in der falschen Position“ zum sitzen kommt und schon deshalb gar nicht mehr richtig einwirken kann. Dies kann dann wieder zu Rittigkeitsproblemen und zu Rückenproblemen beim Pferd führen.

Durch Abbau von Muskulatur, kann es zur sogenannten Brückenbildung des Sattels kommen. D.h. der Sattel liegt nicht mehr gleichmäßig auf – meist in der Mitte „hohl“ … ein gleichmäßiges Verteilen des Reitergewichts, ist somit nicht mehr möglich und es entstehen sogenannte Druckpunkte und zwar an den Stellen wo der Sattel tatsächlich aufliegt – nämlich im vorderen Bereich und im hinteren Bereich.

Und es gibt natürlich leider auch den Fall, dass der Sattel dem Pferd von vornherein nicht richtig passt.


Abgesehen davon sollten auch Sättel, ähnlich wie zum Beispiel ein Auto, in gewissen Intervallen zur „Wartung“ d.h. zur Überprüfung und ggf. Überarbeitung. Denn Nähte können sich öffnen, hierdurch können harte Kanten entstehen, welche scheuern.
Möglicherweise kann auch der Sattelbaum beschädigt sein z.B. durch einen Sturz, was man dem Sattel nicht unbedingt von außen ansehen muss.
Vor allem aber wird sich bei den Sätteln nach und nach die Polsterung des Sattels verändern und dies sollte korrigiert werden. Mal abgesehen von einer Polsterung die „Klümpchen“ bildet oder zu fest geworden ist, kann eine nach und nach unsymetrisch werdende Polsterung zu Problemen führen.

Dies sind nur ein paar vereinzelte Gründe, warum Ihr euren Sattel zum Wohle eurer Pferde in regelmäßigen Abständen kontrollieren lassen solltet.


Ihr wollt doch auch nicht mit z.B. einem zu kleinen Wanderschuh, der drückt, eine große Bergwanderung machen – oder vielleicht doch???

 

Bei einem Termin für eine Sattelkontrolle wird z.B. folgendes überprüft

  • Kontrolle des Sattelbaumes
  • Kontrolle des Kopfeisens auf Schäden
  • Zustand der Sattelkissen / Polsterung
  • Symmetrie des Sattels
  • Widerristfreiheit
  • Freiheit der Wirbelsäule
  • Schulterfreiheit
  • Schwung des Sattelbaumes (Oberlinie Pferd)
  • Auflagefläche
  • Kissenwinkelung
  • Ermittlung des Schwerpunktes
  • Sitzgröße / Sattelblattlänge / Pauschen
  • Gurtlänge / Gurtlage

u.v.m.


INFORMATION SADDLE FITTER


Ein Saddle Fitter ist spezialisiert auf die Passform des Sattels für Pferd und Reiter. Hierbei sind weitreichende Kenntnisse über Anatomie und Biomechanik des Pferdes sowie des Reiters, über Bewegungslehre sowie Bewegungsenergie von Reiter und Pferd, der Sattelarten und deren Aufbau und Funktion und mehr erforderlich. Kenntnisse über die Entwicklung und Ausbildung des Pferdes sowie Haltungsform sind notwendig.

Das Polstern der Sättel und das Anpassen des Sattels an den Pferderücken gehört ebenfalls zu seiner Tätigkeit.